Archiv für Januar 2008

Papa 2.0

Donnerstag, 31. Januar 2008

Mein Vater hat seit einigen Monaten Internet.
Laaaaaaange habe ich auf meinen alten Herrn einreden müssen, sich doch mal DSL anzuschaffen und sich dem Netz aller Netze zu nähern.

Das hat nun natürlich klare Vorteile für mich: Schluss mit “Schau doch mal da nach” oder “Ich habe im Fernsehen irgendwo was über Dies und Jenes gesehen, kannst du mir das nicht mal ausdrucken” usw. usf.
Wer mal versucht hat, diverse Internetseiten auszudrucken, weiß wie das zum einen ins Geld und auch an die Nerven gehen kann. Und es kostet Zeit. Und wozu? Am Ende landet der Ausdruck dann meist doch im Müll.
Mein Dad gehört eben noch zu der Haptik-Generation. Er muss alles ausgedruckt in den Händen halten und durchlesen können.
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Spruch des Tages kommt aus Helsinki

Donnerstag, 31. Januar 2008

NOKIA-Unternehmenssprecherin Arja Suominen nennt die Zahlen, wonach das Bochumer Werk 2007 einen Betriebsgewinn von 134 Millionen EUR erwirtschaftet haben soll, als irreführend:

“Sollten es wirklich die Zahlen aus dem Geschäftsbericht der deutschen Nokia GmbH sein, geht es dabei nur um die Gewinnberechnung für steuerliche Zwecke.”

Was so viel heißen mag, dass der wirkliche Gewinn noch höher ausgefallen sein dürfte.

Quelle:
Nokia nennt Angaben über hohe Gewinne in Bochum “irreführend”
(heise online, vom 31.01.2008)

Ich Link Dich! (02/2008)

Mittwoch, 30. Januar 2008

Wenn der Richter wichtig nickt
(lawblog vom 29.1.2008)
Ja wie, das Internet liegt gar nicht bei den Leuten zu hause auf deren Privatrechnern? Ja wo isses denn?

Fernsehkritik-TV – Folge 9
(fernsehkritik.tv vom 28.1.2008)
Dieses mal über die Uri Geller Show, dem Dschungelkamp, über Tier-Telepathen und und und.

Wie Uri Geller den Dritten Weltkrieg verhinderte
(TELEPOLIS vom 2.4.2007)
Nichts tut mehr weh als die Wahrheit, nicht wahr Herr Geller?

Wie Epson seine Drucker einfach abschaltet
(heise vom 11.1.2008)
Wir haben es schon immer geahnt – hier ist der Beweis: Drucker zählen die Ausdrucke mit und schalten sich nach einer bestimmten Anzahl von Ausdrucken einfach ab.

Tintendrucker: Fremdtinte, Tools und Tricks
(tom’s hardware vom 15.1.2008)
Ein paar Tips von den Jungs (und Mädels) von der Seite mit dem Deppenapostroph zum Thema “Geld sparen beim Ausdrucken”

Wahl in Hessen: “habe ich mehrfach erlebt, wie die helfer in die Kabine rennen und dann mitwählen”

Sonntag, 27. Januar 2008

In Hessen war heute Wahl und was in der ganzen Debatte um den braunen Sumpf um Roland Koch etwas in den Hintergrund gedrängt wurde: Es kamen Wahlcomputer zum Einsatz.
Der CCC hatte noch kurz vor der Wahl versucht, den Einsatz von Wahlcomputern per einstweilige Anordnung zu unterbinden. Jedoch wurde der Antrag abgewiesen.

Augenzeugenberichte
Einige Mutige haben sich aufgemacht, um als Wahlbeobachter nach dem Rechten zu sehen. Wie sie behandelt wurden und vor allem was sie erlebt haben, lässt einen mehr als nachdenklich werden.
Ein paar Auszüge aus den Beobachtungen:

“In einem weiteren Wahllokal stellte sich herraus, das der Wahlcomputer aus praktischen Gruenden bei einem Parteifunktionaer zu Hause uebernachtet hat.”

oder wenn ältere Menschen ihre Probleme mit der Technik hatten, gab es recht kreative Lösungen

“im Wahlbüro 10 und 9 habe ich mehrfach erlebt, wie die helfer in die Kabine rennen und dann mitwählen”

Was man sich gefallen lassen muss, wenn man die Wahl beobachten will, wird auch geschildert:

“Uns wurde mit Platzverweis,
Festnahme und Anzeige wegen Wahlbehinderung gedroht. Unsere
Personalien wurden aufgenommen.”

Doch damit nicht genug.

“Daraufhin haben wir Obertshausen verlassen. Er [Der Beamte des Ordnungsamts, Anm. der Redaktion] verfolgte uns weiter
über drei Orte bis zur Ausfahrt Rodgau, Babenhausen, Kilometer 99 auf
der B45 Richtung Eppertshausen.”

Was sagt das Gesetz dazu?
Das Volk hat das Recht, eine Wahl zu beobachten. Dies ist in den einzelnen Wahlgesetzen verankert.
In diesem Falle im § 29 des Gesetz über die Wahlen zum Landtag des Landes Hessen (LWG):

“Wahlhandlung und Ermittlung des Wahlergebnisses sind öffentlich.”

Nicht alle nutzten Wahlcomputer
Einige Gemeinden hatten sich gegen den Einsatz von Wahlcomputern ausgesprochen. Der CCC fasst deren Erfahrungen zusammen:

“In der Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Wahlcomputern zeigt sich, dass sie nicht nur kein Personal einsparen, sondern ein Mehr an Kosten und Zeit für die Gemeinden bedeuten, der unbemerkten Manipulation des Ergebnisses Vorschub leisten sowie Senioren erhebliche Probleme bereiten.”

Quellen:
“Hey Obertshausen,”
(Blog von Holger Klein bei HR Online, vom 27.01.2008)
“CCC beobachtet Einsatz von Wahlcomputern in Hessen”
(heise online, vom 27.01.2008)
“Eine kleine Demokratur in Westeuropa…”
(Blog von Frank Rieger (CCC), vom 27.01.2008)
“Schwerwiegende Wahlcomputer-Probleme bei der Hessenwahl – Wahleinsprüche und Nachwahlen erwartet”
(Pressemitteilung des CCC, vom 27.01.2008)

“Saufen bis die Schwester kommt”

Freitag, 25. Januar 2008

So umwirbt der Veranstalter JAM eine Party, die morgen in Gengenbach stattfinden soll.

Auf dem dazugehörigen Plakat, welches die Überschrift “Krankenhausparty” ziert, ist eine leicht bekleidete Krankenschwester mit einer Spritze in der Hand abgebildet.

Auf SWR3 äußert sich der Veranstalter, dass mit diesem Slogan nicht das berüchtigte Komasaufen gemeint sei.

Das Komasaufen ist letztes Jahr in die Diskussion geraten, als sich ein 16 Jähriger mit einer Unmenge an Tequilla in den Tod gesoffen hatte.

(via SWR3)

Politik und Lobbyismus ist…

Freitag, 25. Januar 2008

… wenn Weltuntergangsszenarien und erfundene Zahlen höher gewichtet werden, als Fakten.

NOKIA steigert Gewinn um 67 Prozent auf 7,2 Milliarden EUR – Update

Donnerstag, 24. Januar 2008

NOKIA hat heute seine Jahresbilanz 2007 veröffentlicht.
Hier einige Zahlen:

Das Unternehmen hat seinen Umsatz von 41,1 Milliarden EUR im Vorjahr auf 51,1 Milliarden EUR in 2007 steigen können. Das ergibt eine Umsatzplus von 24 Prozent.

Das Betriebsergebnis des Unternehmens stieg 2007 um 46 Prozent von 5,5 Milliarden EUR im Vorjahr auf 8 Milliarden EUR in 2007. Dabei fallen auf den Bereich Mobilfunk in 2007 5,4 Milliarden EUR im Vergleich zu 2006 wo es noch 4,1 Milliarden EUR waren. Dies ist ein Plus von 31 Prozent.
Der Gewinn stieg um 67 Prozent von 4,3 Milliarden EUR auf 7,2 Milliarden EUR.

Wir rechnen nach
Wie war nochmal die Begründung des Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo für die Werksschließung?

“Wir produzieren bis jetzt sechs Prozent unserer Geräte in Bochum, der Standort trägt aber etwa 23 Prozent zu den direkten Personalkosten innerhalb des Nokia-Produktionsverbundes bei”

Nun, verbleiben wir mal bei der Milchmädchenrechenweise des Herrn Kallasvuo. Demnach haben die 6 Prozent der NOKIA-Belegschaft in Bochum in 2007 im Mobilfunkbereich ca. 324 Millionen EUR für das Unternehmen erwirtschaftet. Auf jeden Mitarbeiter kommen so 140.869 EUR Gewinn. Da sind alle Kosten inkl. der Personalkosten schon abgezogen.
Das sind Zahlen, von denen die meisten anderen Unternehmen nur träumen können.

Na da werden sich alle NOKIA-Mitarbeiter nun gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich gratulieren, welch gute Leistung sie in 2007 erbracht haben.

Wohl mit Ausnahme der tausende NOKIA-Beschäftigte in Bochum, die Mitte diesen Jahres auf der Straße sitzen werden. Die werden sich fragen müssen, wie viel ihr Engagement dem Unternehmen unterm Strich wert war.

Update:
Nach einem Beitrag bei heise hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter in der Produktion einen Gewinn von 90.000 EUR erwirtschaftet – bei einem Betriebsgewinn von 134 Millionen EUR.
Weitere interessante Zahlen finden sich in dem Beitrag.

NOKIA: “Bei Nokia steht der Mensch im Mittelpunkt”

Donnerstag, 17. Januar 2008

“Teamgeist, Respekt vor dem Einzelnen, Fairness und offene Kommunikation sind bei Nokia gelebte Werte.”

Das ist kein Zitat von nie oder schlecht erreichbaren Pressesprecherinnen oder Pressesprecher sondern dies steht schwarz auf weiß aktuell auf der Homepage des Konzerns.

Die Worte klingen wie Hohn, wenn man das aktuelle Verhalten des Konzerns im Zusammenhang mit der angekündigten Standortschließung in Bochum verfolgt.

Ulrike Kleinebrahm, erste Bevollmächtigte der IG Metall Bochum:

„Das hat uns eiskalt erwischt. Die Informationspolitik bei Nokia war immer schlecht. Aber das ist der Gipfel. Eine Stunde, bevor die Mitarbeiter informiert werden, wird der Aufsichtsrat mit einem Papier überrascht.”

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Unwort des Jahres 2007: “Herdprämie”

Dienstag, 15. Januar 2008

“Herdprämie” ist das Unwort des Jahres 2007.

Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen, anstatt einen Krippenplatz in Anspruch zu nehmen.

Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Wörter “klimaneutral” und “entartet”.

Mit dem Begriff “klimaneutral” wird gerne für CO2-haltige Techniken geworben, ohne dabei genauer darauf einzugehen, worin die Neutralisierung der Klimabelastungen liegen soll.

Als “entartet” formulierte ein kölner Kardinal Kunst und Kultur, wenn diese “die religiöse Bindung verlieren”.
Mit dem Begriff “entartete Kunst” wurden während der NS-Zeit missliebige Künstler und deren Werke diffamiert.

bin ich eigentlich der Einzige

Dienstag, 15. Januar 2008

dem dieser ständige Hype mit Knut, Flocke und wie die alle noch heissen, so richtig auf den Sack geht ?
Du schaltest morgens die Nachrichten ein – Bilder von einem Eisbärenbaby (abgek. EBB). Du willst dich bei GMX einloggen, Nachrichten von einem EBB, EBB´s in der Post, EBB´s im Kaffee, EBB´s EBB´s EBB´s…..