NOKIA hat heute seine Jahresbilanz 2007 veröffentlicht.
Hier einige Zahlen:
Das Unternehmen hat seinen Umsatz von 41,1 Milliarden EUR im Vorjahr auf 51,1 Milliarden EUR in 2007 steigen können. Das ergibt eine Umsatzplus von 24 Prozent.
Das Betriebsergebnis des Unternehmens stieg 2007 um 46 Prozent von 5,5 Milliarden EUR im Vorjahr auf 8 Milliarden EUR in 2007. Dabei fallen auf den Bereich Mobilfunk in 2007 5,4 Milliarden EUR im Vergleich zu 2006 wo es noch 4,1 Milliarden EUR waren. Dies ist ein Plus von 31 Prozent.
Der Gewinn stieg um 67 Prozent von 4,3 Milliarden EUR auf 7,2 Milliarden EUR.
Wir rechnen nach
Wie war nochmal die Begründung des Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo für die Werksschließung?
“Wir produzieren bis jetzt sechs Prozent unserer Geräte in Bochum, der Standort trägt aber etwa 23 Prozent zu den direkten Personalkosten innerhalb des Nokia-Produktionsverbundes bei”
Nun, verbleiben wir mal bei der Milchmädchenrechenweise des Herrn Kallasvuo. Demnach haben die 6 Prozent der NOKIA-Belegschaft in Bochum in 2007 im Mobilfunkbereich ca. 324 Millionen EUR für das Unternehmen erwirtschaftet. Auf jeden Mitarbeiter kommen so 140.869 EUR Gewinn. Da sind alle Kosten inkl. der Personalkosten schon abgezogen.
Das sind Zahlen, von denen die meisten anderen Unternehmen nur träumen können.
Na da werden sich alle NOKIA-Mitarbeiter nun gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich gratulieren, welch gute Leistung sie in 2007 erbracht haben.
Wohl mit Ausnahme der tausende NOKIA-Beschäftigte in Bochum, die Mitte diesen Jahres auf der Straße sitzen werden. Die werden sich fragen müssen, wie viel ihr Engagement dem Unternehmen unterm Strich wert war.
Update:
Nach einem Beitrag bei heise hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter in der Produktion einen Gewinn von 90.000 EUR erwirtschaftet – bei einem Betriebsgewinn von 134 Millionen EUR.
Weitere interessante Zahlen finden sich in dem Beitrag.