Spamarrest.com – what a f*cking idiotic idea

Was ist noch lästiger als Spam? Antwort: Spamarrest.com

Wenn man diesen Dienst in Anspruch nimmt, wird man nie wieder Spam erhalten. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, dass man dann auch nie wieder überhaupt eine Mail erhält.

Schickt ein Unbekannter an den Empfänger, der diesen Dienst nutzt, eine Mail, wird seine Mail erst einmal unter Spamverdacht gestellt und er erhält folgende Rückantwort:

“Please click the link below to complete the verification process.
You have to do this only once.”

Doch das Anklicken eines Links reicht nicht aus.

“When you click the above link, you will be taken to a page
with a graphic on it. Simply read the word in the graphic,
type it into the form, and you’re verified.”

Aha, also wenn ich an so jemanden eine Mail schicke, muss ich also erst mal einen Link anklicken und dann noch eine Grafik enträtseln. WOW.
Das wäre ja noch zu schaffen, doch wer Spamarrest.com nicht kennt, wird erst mal Minuten damit verbringen, zu ermitteln, was das überhaupt ist, um sicher zu gehen, dass er sich mit dem Anklicken des Links nicht irgend etwas einfängt oder mit dem Ausfüllen der Grafik nicht irgendwelchen Spambots die Arbeit abnimmt.

Wie kann man so etwas nur einsetzen? Das ist für den Absender nicht nur eine Zumutung. Wer so etwas einsetzt, hat das Prinzip E-Mail in meinen Augen nicht verstanden.

Ach ja, bei meiner Mail ging es um ein Blog, welches sich Schadcode eingefangen hat. Mit der Mail wollte ich den Betreiber darüber informieren. Kann ihm ja nicht schaden – Schadcode auf dem Blog gefährdet ja nicht nur die Leser – Suchmaschinen mögen das auch nicht unbedingt und werfen dann solche Seiten gerne mal aus deren Index.

Egal, rufe ich den Helden morgen halt mal an und kläre das am Telefon – wenn ich seine Rufnummer herausfinde. Laut Impressum hat er kein Telefon und im Telefonbuch steht er auch nicht. Und das bei einer Business-Webseite. Das Ganze kommt mir reichlich paranoid vor.
Zur Not schreibe ich ihm einen Brief. Oder muss ich dazu bei der Post dann eine Urinprobe abgeben?

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10 Antworten auf Spamarrest.com – what a f*cking idiotic idea

  1. Bernie sagt:

    Hi, ich bin User von Spamarrest und zwar seit etwa 2 Jahren. Ich nutze das Ganze geschäftlich und genieße seither absolute Spamfreiheit.
    Am Anfang importiert man sein ganzes Adressbuch und die Adressen daraus sind anschließend alle automatisch authorisiert.
    Ich muss ehrlich sagen, dass es mir egal ist, ob sich ein paar “obergscheite” Leute aufregen, weil die Zeit, die ich mir durch die Spamfreiheit erspare, viel mehr Wert ist.

    Außerdem schaue ich ca. 1x pro Woche alle emails, die noch nicht authorisiert wurden durch (ja, diese Möglichkeit gibt es) und sollte tatsächlich eine dabei sein, die da drin hängt (kommt selten vor), kann ich sie manuell authorisieren.
    Außerdem sind alle Leute, an die ICH eine email schicke, automatisch authorisiert.

    Insofern im Moment eine der besten und bedienungsfreundlichsten Möglichkeiten, dem email-Spam Herr zu werden.

    Und mal ehrlich: wem ich es nicht wert bin, dass er einmal(!!!) einen Link klickt und Captcha Code eingibt (den es im Übrigen überall einzugeben gilt – Amazon, ebay, Facebook, Myspace etc.), der hat es nicht verdient, mit mir zu kommunizieren.

  2. Bernie sagt:

    Ach ja, eine weitere interessante Möglichkeit (ohne “Absenderbelästigung”), verspricht http://www.spamsperre.de zu sein. Kenn ich leider nicht, aber es ist auf jeden Fall teurer als Spamarrest.

  3. Bernie sagt:

    P.S.: ich musste soeben Captcha Code eingeben, um meinen letzten Kommentar eingeben zu können ;)

  4. Max sagt:

    @ Bernie:
    ich verstehe euch Spamarrest-Nutzer nicht: Wiso benutzt ihr nicht einfach eine Whitelist in eurem E-Mailprogramm? Nahezu jedes moderne E-Mailprogramm hat diese Funktionalität integriert.

    Mit Spamarrest gibst du die E-Mailadressen deiner Kommunikationspartner in die Hände noch eines Unternehmens. Ist das für dich ein verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Daten? Weiterhin nötigst du deine Kommunikationspartner dazu, einen Vertrag mit einer Firma abzuschließen, mit der sie evtl. garnichts zu tun haben / haben wollen.

    Ich persönlich habe meinen E-Mailclient so eingerichtet, dass ausschließlich die E-Mails, deren Absenderadresse meinem E-Mailprogramm bekannt sind, im Posteingang landen (Whitelist). Das entspricht dem von dir beschriebenen Verfahren, wofür du Spamarrest benutzt. Jedoch ohne die von mir genannten (und weitere) Nachteile.
    Zum Trennen des Spams aus den restlichen E-Mails (E-Mails, deren Absender meinem Programm nicht bekannt sind) benutze ich dann einen Spamfilter.

    Nebenbei gibt es für die von mir beschriebene Vorgehensweise hervorragende OpenSource Programme (gibts natürlich auch als nicht OpenSource).

    Wiso so ein Quatsch? Das Geld, das Spamarrest für so einen Mist verdient, würde ich mir auch gerne in den Rachen schmeißen lassen!

  5. Priveta Aneta sagt:

    What a fucking moronic blog !

    Spamarrest funktionert, außerdem finde ich es erfreulich, daß ein Spammer verklagt werden kann, das könnte richtig Geld bringen, wenn der sich trotz Aufforderung ehrlich zu sein, als Spammer identifiziert.

    Wie schon gesagt, habe ich pro Jahr ca. EINE Spam in meinem Email Fach,
    dafür haben die, die weiter oben das ganze so dumm finden wahrscheinlich ihr Fach voll von Kuhscheisse hoch Zehn, und Angst vor Viren noch dazu, bei mir gab es in Zehn Jahren Macintosh Computer noch nie einen Virus, deswegen habe ich vor sowas auch keine Angst, ich benutze ja auch keinen KAKCK computer der Marke Microsoft. Also, immer locker bleiben.

  6. Tom sagt:

    [quote]
    ..außerdem finde ich es erfreulich, daß ein Spammer verklagt werden kann..

    die richtigen spammer wirst nicht verklagen können, da du sie nicht ermitteln kannst oder sie ihr “geschäft” von ländern aus führen, wo unser recht nicht greift.
    mit solchen dingen “erwischt” maximal user, die sich was eingefangen haben und so versehentlich zu spammern werden.

    aber nutzt ruhig weiter solche dienste und gebt am besten alle eure daten in fremde hände…. ggg

    @aneta: sei dir nicht zu sicher, was die virenfreiheit vom mac betrifft… ;-)
    und nur mal so nebenbei: ich hatte auf meinen windows systemen auch noch nie nen virus.

    lg

    Tom

  7. Stefan sagt:

    Ich benutze Spamarrest seit ca. 10 Jahren und habe seit dem nur eine handvoll Spams bekommen. Der Vorteil gegenüber clientseitigen Lösungen ist, dass der Spam nicht erst runtergeladen wird (was ab einer bestimmten Anzahl von Mailboxen lang dauert), sondern gleich auf einem Server (der eben nicht mein Mailserver ist und deshalb auch nicht vom Spam überläuft!) bleibt, bis ich ihn freigebe. Ich habe das Challange-Response-Verfahren deaktiviert, weil es doch zu viele Computeranalphabeten gibt, die das entweder nicht raffen oder dahinter irgend einen Virus o.ä. vermuten und schalte die Mails, die hängen geblieben sind, einmal die Woche manuell frei. Einer der zentralen Vorteile für Spamarrest ist für mich allerdings, dass ich damit einen ziemlich komfortablen Webmailer habe, den ich von überall nutzen kann und der die Mails von meinen verschiedenen Mailservern einsammelt. Ideal im Urlaub und unterwegs.

  8. luther blissett sagt:

    Es gibt wirklich genügend andere effektive Maßnahmen gegen Spam. Wenn man die selbst nicht einrichten kann, beauftrage man eben einen Dienstleister damit. Spamarrest “bestraft” die falschen. Einem Spammer ist das doch wurscht, ob er von ein paar Leuten gefiltert wird. Als legitimer Versender von beispielsweise Zugangsdaten zu einem Onlineservice werde ich mich aber schön hüten, so einer dubiosen wiel unverlangt eingesandten Aufforderung auf einen Link zu klicken und ein Captcha (die Pest des Internets) zu lösen Folge zu leisten. Wie bereits weiter oben erwähnt, könnte genau das ein geschickt eingefädelter Betrugs- oder Angriffs- oder gar Spamversuch sein. Wer garantiert mir denn umgekehrt die Legitimität von “Spamarrest”? Die Zeit das zu recherchieren habe ich leider auch nicht. Deswegen -> /dev/null. Tja, wer gar keine E-Mails bekommt, erhält auch keinen Spam.
    Just my € 0,02

  9. Thomas sagt:

    Wer seine Email nicht in jeden Newsletter einträgt, wird auch von Spam verschont.
    Auf meiner Website habe ich meine Email auch nur als mehrere unterschiedlich große JPG-Bilder hinterlegt.
    Dazu nutze ich Thunderbird und Kaspersky und habe hier nur die von mir gewollten Absender in der Whitelist. Falls doch mal eine Spam durchkommt (schon ewig nicht mehr passiert), kommt die auf die Blacklist bzw. in den Junk-Filter.

    Fazit:
    Kein Spam! Und das ohne für einen Drittanbieter zu zahlen…

  10. Janosch sagt:

    Herrlich, wenn man hier so ein paar “supergescheite” Meinungen liest.
    Sich darüber aufregen, dass man einem Unternehmen (angeblich) die ganzen Daten der Freunde überläßt, aber gleichzeitig für einen Serienbrief, bei dem man von Microsoft oder sonstwem angeblich Geld bekommt, diese Daten ausposaunen. Von Myspace, Facebook & Konsorten ganz zu schweigen … lachhaft.

    Ich habe Spamarrest vor 8 Jahren begonnen zu nutzen, weil ich aufgrund meiner beruflichen Tätigkeiten sehr viel im Web arbeite und auch Informationen teile und hole. Irgendwann hatte ich dann (ohne irgendwelche Sex-Portale etc.) fast 400 Spam-Mails pro Tag (bei 8 aktiven Domains).
    Nachdem ich Spamarrest eingerichtet habe kann ich zwar den Versand dieser Mails nicht verhindern, wohl aber, dass dieser überhaupt erst auf meinem Rechner landet. Und genau darum geht es: was nützt mir die beste Anti-Spam-Funktion in Outlook & Konsorten, wenn ich den ganzen Sch… schon in meinem Programm habe. Rausschmeissen muss ich es dann doch – ist das Prinzip jetzt verständlich???

    Und jeden neuen echten Kontakt erlaube ich bei Spam-Arrest, damit diese Bestätigungsmail erst gar nicht an den Absender rausgeht.

    Ich habe seitdem Ruhe und mittlerweile sind die Spam-Attacken auf ca. 160 pro Tag zurück gegangen. Mit Sicherheit auch ein Verdienst von Spamarrest.com.

    Aber wer es sich gern selber schwer machen möchte … – nur zu ^^.

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