{"id":53,"date":"2005-12-12T23:30:01","date_gmt":"2005-12-12T22:30:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ichblogdich.de\/?p=53"},"modified":"2008-10-11T12:24:49","modified_gmt":"2008-10-11T10:24:49","slug":"koblenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ichblogdich.de\/?p=53","title":{"rendered":"Koblenz"},"content":{"rendered":"<p>Frollein D. hatte am letzten Freitag Geburtstag. Daher beschlossen Frau P. und ich spontan, Frollein D. zu Hause in Koblenz zu besuchen.<br \/>\nFrau P. und ich trafen uns in Karlsruhe am Hauptbahnhof. Ab hier fuhren wir gemeinsam per Automobil nach Koblenz zu Frollein D.<\/p>\n<p>Trotz Navi kamen wir gegen 18 Uhr in Koblenz an. Frollein D.  erwartete uns schon sehns\u00fcchtig. Mit schmachtendem Blick schaute sie aus dem Fenster auf uns herab.<br \/>\nNach einer herzlichen Begr\u00fc\u00dfungsorgie kamen wir in den Genuss eines Rundgangs durch Frollein D.&#8217;s Anwesen. Dabei lernten wir den Hausherren Herrn G. von Hase kennen. Dieser l\u00fcmmelt gerne gem\u00fctlich auf der Fensterbank und macht f\u00fcr Gras-Drops gar auch mal ein M\u00e4nnchen.<br \/>\nVom Balkon aus hatten wir sogar Blick auf die Burg.<br \/>\nWobei &#8211; das mit der Burg ist schon seltsam. Egal \u00fcber welche Br\u00fccke wir fuhren &#8211; egal in welche Richtung. Die Burg war immer rechts. Frollein D. lie\u00df keine Gelegenheit aus, uns auf diese Tatsache aufmerksam zu machen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nNach der Besichtigung von Frollein D.&#8217;s Residenz begaben wir uns zu einem netten kleinen italienischem Restaurant irgendwo in oder um Koblenz.<br \/>\nIch fuhr, Frollein D. lotste. Aus Erfahrung klug geworden, traute ich ihr anfangs nicht, was ihre Richtungsangaben anging. Wenn sie &#8222;rechts&#8220; sagt, meinte sie dann auch &#8222;rechts&#8220; oder meinte sie &#8222;links&#8220;? Einfacher wurde es auch dadurch nicht, dass nicht alle ihre &#8222;rechts&#8220; und &#8222;links&#8220; immer f\u00fcr meine Fahrorientierung gedacht waren. Wie schon erw\u00e4hnt stand &#8222;rechts&#8220; meist f\u00fcr die Burg und links stand angeblich auch mal ein Reiter. Nun, einen dunkelgr\u00fcnen Reiter vor schwarzem Hintergrund erkennen zu k\u00f6nnen, grenzte schon etwas an Hellseherei.<br \/>\nFrollein D. bestand felsenfest darauf, dass sie Links und Rechts auseinander halten k\u00f6nne. Das k\u00f6nne sie sich folgenderma\u00dfen merken. Man halte seine linke Hand mit dem Handr\u00fccken zu sich gekehrt von sich weg und klappt den Daumen und den Zeigefinger aus. Diese beiden Finger bilden nun den Buchstaben L. Frau P. hat daraufhin die rechte Hand mit der Handfl\u00e4che zu sich von sich weg gehalten und bildete mit dem Daumen und dem Zeigefinger so auch ein L. Gegenbeweis erbracht!<br \/>\nAuch frage ich mich, hat Frollein D. erst in der Grundschule Links und Rechts auseinander zuhalten gelernt? Vorher wird sie den Buchstaben L wohl kaum gekannt haben. Und auch frage ich mich, ob sie mit ihrer rechten Hand den Buchstaben R nachbilden kann. Fragen \u00fcber Fragen.<\/p>\n<p>Nun ja, wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, beim Italiener. Hier gab es lecker Essen. Frollein D. empfahl uns das Schnitzel. Sie empfiehlt immer das Schnitzel da sie nur dieses Gericht bei diesem Italiener kennt. Gewohnheitsgem\u00e4\u00df bestellte sie auch prompt das Schnitzel. Frau P. nahm eine Pizza mit Shrimps.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209essen_gross.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209essen_klein.jpg\" align=left\/><br \/><\/a><br \/>\nDie Calzone auf dem Bild war mein Essen. Was ich mit der So\u00dfe, die ich extra dazu bekam, anfangen sollte, blieb mir verborgen. Ich \u00e4u\u00dferte den Verdacht, dass der Koch bei der Zubereitung der Calzone evtl. vergessen hatte, die Tomatenso\u00dfe hineinzutun. Vielleicht war der Koch ja zerstreuter als erlaubt war und ich sa\u00df gerade vor einer leeren gebackenen Teigtasche und die Kellnerin br\u00e4chte gleich noch einen Teller mit Salami, Schinken und Pilzen. Aber es kam nichts mehr nach. Der erste Bissen lies meine Zweifel dann verschwinden. Die Calzone war perfekt.<\/p>\n<p>Nach dem Essen griffen wir Herrn K. auf.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209herrk_gross.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209herrk_klein.jpg\" align=left\/><br \/><\/a><\/p>\n<p>Zu viert ging es dann in ein nettes kleines Cafe namens extrablatt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209extrablatt_gross.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209extrablatt_klein.jpg\" align=left\/><br \/><\/a><\/p>\n<p>Dieses Cafe verf\u00fcgt \u00fcber ein faszinierendes Kellner-System. Dieses scheint zum Teil dem World Wide Web nachgebildet zu sein. Es gab zwei Kellnerinnen und einen Kellner. Der Kellner hatte die Rolle des Suchdienstes &#8211; nennen wir ihn den Google-Kellner.<br \/>\nWenn man ihn was fragte, wusste er, welche Kollegin daf\u00fcr zust\u00e4ndig war.<br \/>\nDie eine Kellnerin, fanden wir dann heraus, war nur f\u00fcr das \u00dcberbringen von Flaschen zust\u00e4ndig. Sie schien sich im Laufe ihres Job-Daseins spezialisiert zu haben. <\/p>\n<p>Die dritte und auch gleich charmanteste unter den Kellnern, war f\u00fcr den Rest zust\u00e4ndig. Sie war immer akkurat, nett, gefasst &#8211; na ja &#8211; bis zu dem Moment, als Frollein D. sich einen Amarena Eisbecher OHNE Alkohol bestellt hat. Da gab es dann doch einige Verwirrung, wie dann wohl das Ergebnis auszusehen habe. Aber sie verlor nie ihr nettes L\u00e4cheln &#8211; auch wenn sich manchmal ihre Hilflosigkeit daraus ableiten lies.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209danyeis_gross.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209danyeis_klein.jpg\" align=left\/><br \/><\/a><\/p>\n<p>Das Cafe an sich ist sehr ger\u00e4umig und \u00fcber 2 Stockwerke aufgeteilt. An den W\u00e4nden h\u00e4ngen u.a. Plasma-Bildschirme auf denen MTV lief und sehr nette Bilder.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209affe_gross.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209affe_klein.jpg\" align=left\/><br \/><\/a><\/p>\n<p>Auch Frau P. am\u00fcsierte sich bei einem leckeren Orangina k\u00f6stlich.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209petraorangina_gross.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ichblogdich.de\/pvtblogdata\/img\/koblenz20051209petraorangina_klein.jpg\" align=left\/><br \/><\/a><\/p>\n<p>Nach dem Cafe brachten wir Herrn K. wieder nach hause &#8211; also die \u00fcbliche Fahrt \u00fcber mehrere Br\u00fccken und immer zur rechten Seite die Burg.<br \/>\nDanach war Frollein D. f\u00e4llig f\u00fcr die Heia. <\/p>\n<p>Gegen 1 Uhr verlie\u00dfen Frau P. und ich Koblenz und machten uns auf den Heimweg. Geplant war ein kurzer Abstecher bei einem McDonalds Drive-In um unsere Kaffee-Vorr\u00e4te f\u00fcr die Fahrt aufzufrischen. Der erste McDonalds dem wir um 1:57 Uhr einen Besuch abstatten wollten, nahm seine \u00d6ffnungszeiten (bis 2 Uhr) so genau, dass die Lichter just in dem Moment ausgingen, als wir auf den Parkplatz einfuhren. Also ab zur\u00fcck auf die Autobahn und zum n\u00e4chsten Drive-In. Diese Verz\u00f6gerung brachte uns dann doch etwas in Schwulit\u00e4ten.<br \/>\nMit einem Zeitfenster von ca. 6 Minuten schafften wir es dann noch p\u00fcnktlich gegen 3:45 Uhr auf den Parkplatz des Hauptbahnhofs Karlsruhe.<br \/>\nTechnische Gr\u00fcnde verhinderten jedoch das L\u00f6sen einer Fahrkarte f\u00fcr Frau P.  so dass wir gezwungen waren, bis 6 Uhr morgens auf den n\u00e4chsten Zug zu warten. Da ich Frau P. nicht alleine lassen wollte, vertrieben wir uns zusammen die Zeit.<\/p>\n<p>Kurz vor 6 Uhr trennten sich unsere Wege endg\u00fcltig. Ich erreichte mein Zuhause kurz vor sieben Uhr.<br \/>\nFrau P. schaffte es noch vor 10 Uhr zu hause zu sein. <\/p>\n<p>Alles in allem war es ein sehr am\u00fcsanter, netter und vor allem unvergesslicher Abend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frollein D. hatte am letzten Freitag Geburtstag. Daher beschlossen Frau P. und ich spontan, Frollein D. zu Hause in Koblenz zu besuchen. Frau P. und ich trafen uns in Karlsruhe am Hauptbahnhof. 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