Keine Entwarnung zur Sperre von RottenNeighbor.com und „Der Westen“ berichtet Seltsames

Was wurden in den letzten Tagen alles geschrieben.
Dabei wird gerne der Artikel „User-Ansturm bringt Rottenneighbor ins Wackeln“ des News-Portal „Der Westen“ als Referenz hergenommen.
Nach eigenen Angaben möchte „Der Westen“ mit dem Betreiber von www.rottenneighbor.com, Brant Walker, gesprochen haben. Danach möchte Brant Walker bisher noch nichts von den Zugriffsproblemen von Deutschland aus auf seine Seite gehört haben.
Eine sehr unglaubwürdige Aussage, da nicht nur eine Mail an Herrn Walker aus old Germany nach USA ging, mit der Bitte um Stellungnahme.
Weiter soll Brant Walker von einem sprunghaften Anstieg der Besucherzahlen aus Deutschland gesprochen haben. Von mehreren Hunderttausend am Tag sei die Rede gewesen.
War das nun NACH oder VOR der Sperre des Zugriffs auf die Webseite?
Und wie sollen die paar popeligen deutschen Internetuser im Vergleich zu den Usern, die aus den USA auf die Seite zugreifen, da ins Gewicht fallen?

„Der Westen“ schlussfolgert:

„Möglicherweise war die ganze Diskussion das, was einige Beteiligten selbst vermutet haben: Ein Sturm im Wasserglas. Demnach hat der Ausfall eine simple Erklärung: Ende Juli, Anfang August wurde Rottenneighbor zum Medienthema. Das Interesse stieg, die Anzahl der Zugriffe ebenfalls.“

Wäre nachvollziehbar, doch dann wird es interessant, denn der Westen möchte noch etwas beobachtet habe.

„Aus den virtuellen Landkarten deutscher Städte schossen die roten und grünen Häuschen, Symbole für abwertende und wohlwollende Nachbarschafts-Kommentare, in die Höhe. „

Ach? Die Einträge, die ich gefunden habe, waren teils schon Monate alt. Einen unerwartenden Anstieg neuer Einträge konnte ich nicht erkennen. Zumindest nicht in den Städten, die ich mir angesehen habe. „Der Westen“ angeblich aber schon.
So soll nun alles an den überlasteten Servern gelegen haben. Seltsam, waren die Server für Zugriffe aus den USA und dem restlichen Ausland und auch aus Teilen von Deutschland nicht zu überlastet. Denn deren Zugriffe haben ja problemlos funktioniert.

Heise schreibt gar in seinem Artikel „RottenNeighbor vom eigenen Erfolg überrannt“:

„Der Empörungssturm legte sich nur kurzzeitig Mitte der Woche, als die Plattform vorübergehend wieder ohne größere Probleme erreichbar war. Inzwischen werden Abrufwünsche aus den Netzen vieler Zugangsanbieter hierzulande aber vom eigentlichen Serverbetreiber in den USA erneut nicht verarbeitet.“

Nach unserer Erkenntnis gab es keinen Zeitraum, in dem die Seite wieder problemlos aus den Netzen erreichbar war, aus denen vorher kein Zugriff mehr möglich war. Ganz im Gegenteil. Leser, die vorher auf die Seite zugreifen konnten, können es seit einigen Tagen nicht mehr. Die Situation scheint sich also verschlechtert und nicht gebessert zu haben.

Wem glauben wir nun?
Eine Möglichkeit wäre, Brant Walker bzw. dem Portal „Der Westen“ Glauben zu schenken, dass es nur ein technisches Problem war. Der Umstand, dass nun noch weniger Internetuser als vorher auf die Seite zugreifen können, rüttelt sehr an der Glaubwürdigkeit dieser Aussage.
Daher fragt sich das Reizzentrum zu recht „Lügt der Gründer von Rottenneighbor.com?“. Und er ist nicht der einzige Zweifler.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass „Der Westen“ mit irgendwem aber nicht mit Brant Walker gesprochen hat. Die Entwarnung, die „Der Westen“ mit seinem Artikel versucht zu geben, war auf jeden Fall vorschnell und basiert anscheinend nur auf einem einzigen Telefonat. Wo bleiben die Fakten für solch eine Entwarnung? Warum bestehen weiterhin die Zugriffsproblem?

Fazit: Nur Taten und Ergebnisse zählen, leere Worte jedoch nicht
Unterm Strich haben wir nun alle „Verdächtigen“ durch und keiner will es gewesen sein.
Die Sperrung der Seite ist schlimmer als zuvor und einige Medien versuchen, das Ganze herunter zu spielen. Es bleibt spannend.

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3 Antworten zu Keine Entwarnung zur Sperre von RottenNeighbor.com und „Der Westen“ berichtet Seltsames

  1. Jens sagt:

    Einen unerwartenden Anstieg neuer Einträge konnte ich nicht erkennen. Zumindest nicht in den Städten, die ich mir angesehen habe. “Der Westen” angeblich aber schon.

    Ich habe leider keine Screenshots, aber es gibt Gegenden in Deutschland die vor ein paar Wochen noch jungfräulich bei RottenNeighbor.com waren und jetzt mit Häusern (vor allem roten) übersät sind.

  2. C.J. sagt:

    Die Einträge die ich teils gefunden haben waren 4-5 Monate alt. Dann viel Eigenwerbung, Nasen, die rot und grün nicht auseinander halten können, usw. usf.

  3. Pingback: Ich Blog Dich!» Blogarchiv » www.rottenneighbor.com ist (gerade) wieder erreichbar

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