Unsere Telefonkosten für Oslo

03. Februar 2010 geschrieben von C.J.

Vor vielen Jahren bekam ich mal eine Platte geschenkt. Auf dieser waren etliche damals bekannte Songs. Doch beim ersten Reinhören dann die große Enttäuschung. Auf der Platte waren nur Coverversionen – von unbekannten Sängerinnen und Sängern nachgesungene Hits.
So ähnlich dürften sich etliche Zuschauer nach der gestrigen Sendung “Unser Star für Oslo” auf Pro7 gefühlt haben. Wer auf eine Show ähnlich dem Bundesvision Song Contest gehofft hatte, durfte gestern enttäuscht worden sein.

Billiges Rezept inklusive Abzockrufnummern
Das Rezept war lieblos und einfallslos: Man nehme DSDS, streiche die Shows bis inklusive der Recalls weg, verzichte darauf, die weniger begabten Kandidatinnen und Kandidaten ins Lächerliche zu ziehen, nehme als Vorbild die bewährten mit Werbung verseuchten Shows aus dem Hause Pro7 inklusive teurer 01379-Mehrwertrufnummern, kloppe noch 10 lommelige Smartphones und (nur?) 1 Auto raus und fertig ist das Konzept.
Dann setze man noch eine butterweiche Jury vor das Publikum und lasse die Kandidatinnen und Kandidaten irgendwelche bekannten Hits nachsingen.
Um das angeblich hohe Niveau zu unterstreichen, wird ein Marius Müller Westernhagen als Jurymitglied gewonnen. Ein Raab betont, dass die “Kritiken” schon Meckern auf hohem Niveau seien. Und es wurde darauf geachtet, dass es nicht unerwähnt blieb, dass diese Kandidatinnen und Kandidaten sich NIE auf eine “normale” Castingsendung beworben hätten. Doch dies hier sei ja etwas besonderes, da es auf einem höheren Niveau ablaufen würde.
Das mit dem Niveau erinnerte mich an eine Folge der britischen Sitcom Coupling, wo die Theorie geäußert wird, wenn eine Frau nur oft genug das Wort “nackt” verwendet (mindestens 3 mal), dass dann die Libido eines jeden Mannes stimuliert werden kann – unabhängig vom Zusammenhang. So dachten sich das wahrscheinlich auch die Verantwortlichen der gestrigen Sendung: Fällt nur oft genug das Wort “Niveau” in der Sendung, sollte das dazu beitragen, genau dieses zu heben. Doch was in einer Sitcom einen lustigen Charakter trägt, ist in einer einfallslosen Castingsendung nur peinlich.

Vertane Chance
Dabei hätte so schön sein können, einen Star aus 20 Kandidatinnen und Kandidaten für Oslo zu küren. Denn, besinnen wir uns, was war bisher der Charme des Eurovision Song Contests oder des Bundesvision Song Contests? Menschen die gerade auf der Bühne stehen, dabei ein Mikro halten und einen bekannten Song covern können? Sicherlich nicht! Der Charme bei den Formaten sind Bands, Interpreten, Künstler, die etwas Eigenes auf die Bühne bringen – vielleicht sogar (mutig) in deutscher Sprache. Es sind deren Ideen gepaart mit Begabung und Können, was uns begeistert. Das Gesamtpaket muss stimmen.
Dass das Prinzip “Komponist schreibt Song – unbekannte/-r Künstler/-in trägt ihn vor” schon lange nicht mehr zieht, bewiesen uns schon oft genug Ralph Siegel und Konsorten.
Daran ändert auch nichts, dass der Zuschauer per Telefon und SMS abstimmen kann. Was am Ende herauskommen wird, ist ein zusammengevotetes Ergebnis aus Interpret und Song. Auf diesem Weg ein gelungenes Gesamtpaket zu finden, welches dann in Oslo die anderen Länder überzeugen kann, wird schwierig werden. Die ehemaligen DSDS-Gewinner und deren heutige “Erfolge” sollten uns doch Warnung genug sein.

Kostenhinweis oder Mückenschiss?
Das Abstimmen erfolgte dann für solche Pro7-Formate gewohnt über kostenpflichtige 01379-Mehrwertrufnummern.
Das sind die Rufnummern, bei denen eigentlich immer erklärend dabeistehen sollte, was ein Anruf oder eine SMS kostet. Doch dies konnten die Zuschauer dank unleserlicher kleiner Schrift, die eher an den berühmten Mückenschiss erinnern als an die sonst üblichen Kostenhinweise wie “50 Cent je Anruf über das Festnetz, Mobil noch viel viel mehr” nur erahnen. Platz genug für eine größere und leserliche Schrift war vorhanden – genutzt wurde er jedoch nicht. Zeitgleich war die Pro7-Teletextseite zu der Sendung nicht erreichbar. Auf der Sendung-begleitenden Webseite “www.unser-star-fuer-oslo.de” sucht man bis dato ebenfalls vergebens nach den Kosten für einen Anruf. Ein Schelm wer hier Böses denkt.
So mancher Zuschauer wird sich dann beim Studieren der nächsten Telefon- oder Handyrechnung überrascht die Augen reiben, was ihn der Spaß, unseren Star für Oslo zu finden, am Ende gekostet hat.

Fazit: Dafür haben wir GEZahlt!
Schlechtes Konzept, teure Mehrwertrufnummern, viel Werbung – und dies alles mitfinanziert durch unsere Gebühren und damit auf unsere Kosten.
So haben wir Zuschauer uns die Zusammenarbeit zwischen ARD und Pro7/Stefan Raab nicht vorgestellt.
Und sollte sich Deutschland im Mai in Oslo wieder auf einem der hinteren Plätzen wiederfinden, was ich natürlich nicht hoffe, wer wird wohl dann aus der Versenkung auftauchen und seine Genugtuung lauthals in der Presse kund tun? Ein Tip: Schlussmachen mit dieser Person kostet nur 19 Cent für eine SMS (aus dem Festnetz viel viel mehr).

Mercedes Benz Mixed Tape 30

17. Januar 2010 geschrieben von A.J.

Mercedes Benz hat eine weitere kostenlose Musik-Compilation veröffentlicht – mittlerweile Ausgabe 30.

Hier gehts zum Download.

Weihnachts-Bilderrätsel

21. Dezember 2009 geschrieben von C.J.

Hier seht ihr drei Schokonikoläuse eines bekannten Herstellers.
Ein Nikolaus ist aus dem Jahr 2007, einer aus dem Jahr 2008 und einer aus diesem Jahr 2009.
Das Rätsel: Welcher Schokonikolaus ist aus welchem Jahr und wiegt wie viel?
Ein Hinweis: Alle drei haben gleich viel gekostet.


Zum Vergrößern Bild anklicken (ist aber keine wirkliche Hilfe)

Die Lösung gibt es nach dem Klick.
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Holpriger Umzug von Freenet-Kunden zu 1&1

03. Dezember 2009 geschrieben von C.J.

Vor wenigen Tagen erhielten die ehemaligen DSL-Kunden von Freenet ein Schreiben, in dem sie über den Verkauf der freenet Breitband GmbH an die 1&1 Internet AG informiert wurden.

“ihr DSL-Anschluss ist umgezogen!”

heißt es dort lapidar
Doch was bedeutet dies für die bisherigen Freenet Kunden?

es ändert sich im Prinzip nichts

wird fett hervorgehoben in dem Schreiben betont.

“Sie können Ihren DSL-Zugang unterbrechungsfrei nutzen”

Dass die Betonung auf dem DSL-Zugang liegt und eventuelle VoIP Telefonanschlüssen nicht erwähnt werden, könnte nun so mancher Betroffener als schlechtes Omen deuten.

DSL geht, Telefon ist tot
Einen ersten Hinweis erhielten wir von einem unserer Leser. Er informierte uns, dass seit der Umstellung sein Telefon tot sei. Ruft er es an, erhält er die Nachricht, dass die Nummer derzeit nicht erreichbar sei.
Wenn man im Netz etwas recherchiert, stößt man auf ähnlich gelagerte Fälle. In diversen Foren beschweren sich immer mehr Ex-Freenet Kunden über Störungen ihrer Telefonanschlüsse.

Freenet-Hotline nicht zuständig, 1&1 Hotline nicht erreichbar
Rufen die Betroffenen bei der bisherigen Freenet-Hotline an, werden sie an die 1&1 Hotline verwiesen. Doch bei der 1&1 Hotline ist zuerst kein durchkommen. Seit gestern Nachmittag ist die Nummer dann ganz tot. Beim Versuch die Nummer zu wählen, erhalten Hilfesuchende nur die Ansage “Zur Zeit ist diese Rufnummer nicht erreichbar”.
Dabei wird in dem Schreiben von 1&1 an die neue Kundschaft die kostenlose Rufnummer 0721/9600 noch extra erwähnt:

“Natürlich können Sie uns Ihre Fragen zum Wechsel von freenet zu 1&1 auch direkt stellen. Wir sind 7 Tage die Woche rund um die Uhr gerne für Sie da: 0721/9600.”

Fast ist man gewillt sich zu fragen, ob die 1&1 Hotline vorher auch bei Freenet gehostet wurde und nun das gleiche Schicksal erleidet, wie die Anschlüsse der betroffenen Neukunden.

“Nur Einzelfälle”
Wir fragen bei der Pressestelle von Freenet nach. Dort sind derartige Probleme nicht bekannt. Wir sollen uns doch bitte an die Pressestelle von 1&1 wenden. Machen wir auch, doch die 1&1 Pressestelle spricht von “Einzelfällen”. “Einzelfälle” die gar die Rufnummer einer Hotline ins Nirvana befördern?

Hier werden sie nicht geholfen
Ein Brief, der Neukunden einen schon vollzogenen Umzug mitteilt. Telefone die nach der Umstellung nicht mehr gehen. Eine Hotline, die nicht mehr erreichbar ist.
Man mag denken, dass ein Unternehmen Neukunden gegenüber so aufzutreten weiß, dass von Anfang an ein guter Eindruck entsteht. Schließlich wird man die ehemaligen Freenet Kunden doch halten wollen.
1&1 scheint die Chance von einem ersten guten Endruck bei einigen Kunden gründlich vermasselt zu haben.
Wie heißt es noch so schön in dem Begrüßungsschreiben?

“Herzlich willkommen bei 1&1!”

Avira Personal – schleppende Updates

05. November 2009 geschrieben von A.J.

Seit einigen Tagen ist mir bereits aufgefallen, dass Updates beim Avira Personal, also der kostenlosen Version, extrem lange dauern. Im Schnitt dauert es erst einmal 25 Minuten, bis die Updates gefunden werden. Der Download anschließend tröpfelt nur so durch die Leitung.
Dieses Verhalten beobachte ich erst seit einigen Tagen, zuvor war das nie ein ernst zu nehmendes Problem.
Zwar heisst es immer, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, aber in diesem Zustand gleicht das Programm eher einer Zumutung. Wenn man ein so wichtiges Produkt schon kostenlos verteilt, sollte wenigstens auch die extrem wichtigen und regelmäßiges Updates in einer akzeptablen Geschwindigkeit zu erhalten sein.
Bsp. hat ein gerade laufendes Update jetzt gerade knapp 45 Minuten gebraucht.

Asus P7P55D-Pro: AHCI nachträglich aktivieren

04. November 2009 geschrieben von A.J.

Das nachträgliche Aktivieren des AHCI-Modus für die SATA-Ports ist nicht ganz trivial. Stellt man im Bios den SATA-Controller von IDE auf AHCI, landet man im Normalfall bei einem Blue Screen während des Bootvorgangs von Windows.
Um das zu verhindern, muss man Windows bereits vor der Umstellung auf AHCI den neuen Treiber bekannt machen. Anleitungen dazu gibt es viele im Netz, jedoch muss man auch die passenden Infos für sein Board bzw. seinen Controller finden. Für das Asus Mainboard P7P55D-Pro aus der Familie der P7P55D-Boards geht das folgendermassen:

1. Den Intel Matrix Storage Treiber von der Intel-Website herunterladen und entpacken. Aus dem entpackten Paket dann den Treiber iastor.sys in das Verzeichnis C:\WINDOWS\SYSTEM32\DRIVERS kopieren.

2. Diese Registry-Datei herunterladen und ausführen bzw. in die eigenen Registry zusammenführen. Dadurch wird die Konfiguration für den SATA-Controller im AHCI-Modus in Windows bekannt gemacht, so dass nach dem Reboot kein Blue Screen erscheint.

3. Die Maschine rebooten und im Bios den Controller auf AHCI-Modus umstellen.

4. Danach den bereits heruntergeladenen Intel Matrix Storage Treiber ganz normal über seine Installationsroutine nochmal installieren und die Machine danach rebooten. Nach dem Neustart ist der Treiber korrekt im System eingebunden und die Festplatte sollte von den erweiterten SATA-Features profitieren.

Soll man sich gegen Schweinegrippe impfen lassen ? (Update 1)

03. November 2009 geschrieben von A.J.

Jeder macht sich im Moment wohl Gedanken und vielleicht auch Sorgen zum Thema Nr.1 – die Schweinegrippe. Täglich prasseln neue Informationen auf einem ein und keiner weiß doch eigentlich so richtig, wie er die Lage derzeit einschätzen soll.
Soll man sich impfen lassen ? Wartet man noch ab ? Verfällt man in Panik und bereitet sich auf das Schlimmste vor ? Oder denkt man einfach – WTF? – und lebt sein Leben weiter ?
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Weiterentwicklung c´t Offline Update

01. November 2009 geschrieben von A.J.

Das ursprünglich von Heise gelieferte Tool c´t Offline Update wird mittlerweile durch dessen Autor Torsten Wittrock auf einer eigenen Seite WSUS Offline Update weiterentwickelt.
Leider fehlt auf der bestehenden Projektseite bei Heise ein entsprechender Hinweis. Ich bin auch nur durch Zufall darüber gestolpert, als die dort erhältliche Version 6.0 bei mir keine ISO-Files mehr erstellt hat.
Nach Update auf die neuste Version 6.2, zu beziehen auf Wittrocks Seite, hat wieder alles funktioniert.

Helden und deren Motive – ein Blick hinter den SchülerVZ Datenskandal

27. Oktober 2009 geschrieben von A.J. & C.J.

Mitte Oktober schlug die Nachricht, dass durch ein großes Sicherheitsloch im SchülerVZ-Netzwerk Datensätze von einem Viertel der dort angemeldeten Nutzer dem Betreiber abhanden gekommen waren, große Wellen.

Netzpolitik.org meldete:

“Aus anonymer Quelle wurden uns Listen von zahlreichen SchülerVZ-Nutzern zugeschickt. Ein Datensatz umfasst mehr als eine Million Datensätze…”

Heute meldet netzpolitik.org

“Unsere erste Quelle bei der Aufdeckung eines Datenlecks bei SchülerVZ hat die von ihre entdeckten Sicherheitslücken dokumentiert (PDF). Wir danke für die Zusammenarbeit. Gerne würden wir die Namen veröffentlichen, damit die beiden Personen auch etwas Ruhm für die Aktion abbekommen. Allerdings ist noch unklar, ob SchülerVZ juristisch gegen sie vorgehen würde. Daher verzichten wir noch darauf.”

Die Helden der Aufdeckung des Datenskandals wollen also gefeiert werden, haben aber Angst vor Repressalien?
Doch haben Helden mit hehren Motiven überhaupt etwas zu befüchten ?

Wenn man anhand des Textes dieses PDF Dokuments etwas nachforscht, finden sich überaus interessante Informationen, die, fügt man diese chronologisch aneinander, ein etwas anderes Bild eines möglichen Motivs vermitteln könnten.

Der Versuch einer Timeline
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(sich bitte hier das Geräusch eines Nachrichtentickers vorstellen, welchen investigative Nachrichtensender des ÖR-Fernsehens Zwecks des besseren Effekts gerne einfügen)

2. Mai 2009
Max (Name geändert) veröffentlicht auf download.chip.eu ein selbstgeschriebenes Tool Namens “SchülerVZ Fotodownload 2.0″:

“Mit dem SchuelerVZ Fotodownload-Tool lassen sich SchuelerVZ Alben mit nur einem Klick herunterladen.”

Als Homepage des Entwicklers wird die Seite Foto-downloader.org genannt. Eigentümer dieser Seite: Max

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14. September 2009
In einem Beitrag auf Progmatic.de, dessen Inhaber Max ist, und auf den die Seite Foto-downloader.org umgeleitet wird, ist unter der Überschrift “Beschwerde von VZnet Netzwerke Ltd. (ehemals StudiVZ Ltd.)” zu lesen:

“Aufgrund von Forderungen der VZnet Netzwerke Ltd. (früher StudiVZ Ltd.), verantwortlich für SchülerVZ.net sind die von mir für SchülerVZ.net veröffentlichten Programme nicht mehr in der aktuellen Form auf dieser Seite zu beziehen.”

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2. Oktober 2009
Auf dem Blog Piratesparty.wordpress.com wird in dem Beitrag “SchuelerVZ – ein Facebook-Klon mit Maengeln” die wortgleiche Erklärung, die heute auf netzpolitik.org in Form eines PDF Files veröffentlicht wurde, online gestellt. Den Kommentaren kann man entnehmen, dass der Beitrag nach dem 11. Oktober irgendwann wieder auf Entwurf gestellt wurde, um dann wahrscheinlich am 21. Oktober wieder online gestellt zu werden. Die Gründe:

“ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr diesen Artikel vorerst nochmals in den Entwurfstatus – und damit unsichtbar – machen würdet. Ich wollte eigentlich erst warten, bis das Gutachten auch auf namhafteren Seiten auftaucht, damit es nicht von vielen einfach unentdeckt bleibt, während dann aber von SchülerVZ die aufgezählten Punkte eventuell einfach behoben werden. Das wäre schon schade…”

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16. Oktober 2009
Netzpolitik.org veröffentlicht ihren Bericht über die Sicherheitslücke bei SchülerVZ. Die Geschichte nimmt ihren Lauf….

Zusammenfassung
Max wird von Betreibern von SchülerVZ untersagt, sein Programm “SchülerVZ Fotodownload” weiter zum Download anzubieten.
Daraufhin schreibt anscheinend Max oder einer seiner Kumpels ein “Programm”, mit welchem im SchülerVZ Netzwerk die Daten von über 1 Million Usern ausgelesen werden. Aus Angst, dass das eigene “Gutachten” zu wenig Beachtung findet, während SchülerVZ die Sicherheitslücke schließt, wird es wieder offline genommen.
Danach wendet man sich an ein recht bekanntes Blog netzpolitik.org, welches man nun für sein angeblich so ehrbares Ziel, nur auf eine Sicherheitslücke aufmerksam machen zu wollen, nutzt. Über netzpolitik.org verbreitet sich die Nachricht weiter über Golem, Heise bis zu Spiegel Online.
Leider wurde dann ein zweiter Mensch, der das Sicherheitsleck auch schon entdeckt hatte, bei dem Versuch, 80.000 EUR von SchülerVZ zu erpressen, festgenommen.
Anscheinend eingeschüchtert über die Tragweite der Lage wird das Gutachten beschnitten und “anonym” wiederum über Netzpolitik.org veröffentlicht.

Fazit: (K)eine Frage der Ehre !?
Keine Frage, das Aufdecken und Schließen von Sicherheitslücken ist von Grund auf ein gutes Anliegen. Die Historie hinter dem aktuellen Fall lässt jedoch viel Spielraum für Interpretationen, was die wahren Motive angehen könnte.
War es verletzter Stolz? Wollte man sich bei SchülerVZ dafür revanchieren, dass diese einem das Verbreiten eines selbst geschriebenen Programms untersagt haben?
Hat man netzpolitik.org aus Angst, dass das eigene Blog nicht genug Beachtung findet und SchülerVZ inzwischen die Lücke schließen könnte, instrumentalisiert?

Allein der Kommentar in dem Blog piratesparty.wordpress.com lässt darauf schließen, dass man mitnichten davon ausging, das SchülerVZ die Warnungen ignorierte. Man hatte eher Angst, dass sie reagierten und das eigene “Gutachten” danach nichts mehr wert sein könnte und man so nicht die gewünschte Beachtung erhielte.

Betrachtet man diese Hintergründe, tun sich viele neue Fragen auf:
- Mussten erst wirklich die Daten von 1 Million Usern des Netzwerks SchülerVZ entwendet werden, um auf eine Sicherheitslücke hinzuweisen? Hätte da nicht auch ein wesentlich kleinerer und ungefährlicherer Datenbestand gereicht?
- Hätte man auch dann die Sicherheitslücke öffentlich gemacht, wenn das Verbreiten des Programms “SchülerVZ Fotodownload” nicht untersagt worden wäre?
- Wäre das einzige Ziel gewesen, die Sicherheitslücke zu schließen, hätte man dann nicht anders agiert?!

Wenn das Handeln wirklich aus niederen Beweggründen geschah, hat man dann ein Anrecht auf Ruhm ?

Good morning Lampertheim

15. Oktober 2009 geschrieben von A.J.

Jeder kennt sie, die Alternative zum klassischen Radio – Webradios. Meist im kleinen Stil von engagierten Hobbymoderatoren betrieben, bieten diese Webradios doch eine willkommene Alternative zum täglichen Einheitsbrei im Äther.
Normalerweise machen wir ja keine Werbung auf unserem Blog, aber heute möchte ich mal eine Ausnahme machen. Schaut doch mal bei Webradio Südhessen vorbei. Aber vorab, lasst euch nicht von der Website abschrecken, denn die inneren Werte zählen.
Insbesondere die Sendung “Disti´s Alternative Stunde”, die immer Mittwochs von 22:00 Uhr bis 0:00 Uhr läuft, möchte ich persönlich empfehlen. Ok, Disti spielt vielleicht nicht immer meinen Musikgeschmack, aber er ist lernfähig
Gestern hatte er seine zweite Sendung und ich denke mal, er hat noch jede Menge Potential. Vielleicht könnte er ja noch etwas mehr von seinem besonderen Charm und Witz einfliessen lassen, denn IMHO macht nicht nur die gespielte Musik ein interessantes Radio aus. Ich bin mal gespannt, wie sich seine Sendung weiterentwickelt.
Vielleicht hat er ja das Zeug zu einem Adrian Cronauer.