The Next Uri Geller und die Nagelpistole

Gestern abend habe ich zum Ersten Mal diese Next Uri Geller Show komplett gesehen. Eigentlich eher zwangsläufig, da mein Sohn gerade Ferien hat und er solche Magier-Shows einfach faszinierend findet. Ich denke mal die meisten Kinder tun das oder ?
Keine Ahnung, was sonst so in der Show geboten wird, aber in der gestrigen ging es meiner Meinung deutlich zu weit. Der Part mit der Nagelpistole war geschmacklos, äusserst gefährlich und gehört einfach nicht ins Fernsehen. Zumal genau dieser Part am Ende scheinbar ausser Kontrolle geriet, ob nun geplant oder ungeplant.
Keine Ahnung was Pro7 sich dabei gedacht hat, sowas im Fernsehen zu zeigen. Da hilft auch nicht die Warnbotschaft vor dieser Show, dass man das zuhause auf gar keinen Fall nachmachen sollte. Und der Hammer ist, dass genau dieser Part jetzt wohl noch als Video auf der Seite von Pro7 zu sehen ist. Wie nannte man das früher, Brot und Spiele ?

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Volksbank Stuttgart läßt sich nicht „anscheißen“: Mit Videoüberwachung Kundin ermittelt – Update 2

Sind Sie schon einmal in einen Hundehaufen getreten?
Kommt vor. Und wenn sie ein Ladengeschäft betreiben, werden sie auch schon Kunden gehabt haben, denen das auch schon passiert ist und die dann den Dreck in ihr Geschäft geschleppt haben. Das könnte man unter allgemeines Risiko laufen lassen – wenn man nicht die Volksbank Stuttgart ist.

Diese hat eine Kundin, deren dreieinhalb jährige Tochter versehentlich Hundedreck in eine Filiale in Degerloch geschleppt und ihn auf dem Steinboden verteilt hatte, per Videoüberwachung identifiziert und ihr eine Rechnung geschrieben.

„Sehr geehrte Frau (Name entfernt), aufgrund der Videoüberwachung in unserer Filiale konnten wir feststellen, dass es resultierend aus Ihrem Besuch unseres Geldautomatenbereichs zu einer fäkalen Verunreinigung kam. Wir bitten Sie daher, für die entstandenen Reinigungkosten aufzukommen.“

52,26 EUR soll nun die 34 jährige Mutter zweier Kinder der Bank überweisen. Bei der Kundin kommt das Verhalten der Bank nicht gerade gut an. „Kundenunfreundlich“ und „kleinliches Verhalten“ sind da noch milde Umschreibungen.

Neben dem recht ungewöhnlichem Verhalten der Bank ihrer Kundin gegenüber, kommt nun noch ein rechtlicher Aspekt zum Tragen.
Die Aufsichtsbehörde für Datenschutz im Innenministerium des Landes hegt Zweifel daran, dass in diesem Fall die Daten der Videoüberwachung für die Ermittlung der Kundin hätten verwendet und die Kundendaten hätten durchgesehen werden dürfen.

Die Bank sieht kein Problem in ihrem Vorgehen.

Der Vorwurf, wenig kundenfreundlich und kleinlich reagiert zu haben, sei aber nicht nachvollziehbar. Immerhin sei in dem Brief ein persönlicher Ansprechpartner genannt, den die Kundin hätte anrufen können.

Tja, ein Fuffi für einen Haufen Hundedreck. Da sage mir nochmal einer, mit Scheiße könne man kein Geld machen.

Update:
Laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten soll es sich laut einer Sprecherin der Bank bei der Verunreinigung nicht um die Exkremente eines Hundes gehandelt haben. Vielmehr soll sich das Kind selbst in der Bank erleichtert haben.

Nun darf man sich die Frage stellen, wer hier unüberlegter gehandelt hat:
Die Bank, die wegen so einem Scheiß evtl. gegen datenschutzrechliche Bestimmungen verstoßen und sich dadurch nun einer offiziellen Prüfung durch die Aufsichtsbehörde für Datenschutz eingehandelt hat?
Oder die Mutter, die evtl. mit einer angeblichen Hundehaufenstory versucht hat, von dem Missgeschick ihres Kindes abzulenken? Die anfängliche angeblich falsche Berichterstattung ging die letzten zwei Tage durch Zeitung, Radio und diverse Blogs und wird dem Ansehen der Bankfiliale nicht förderlich gewesen sein.

Update 2:
Nach einem Bericht auf Heise scheißt verzichtet nun die Volksbank auf die Kostenerstattung für die Reinígung.
Zitat aus der Pressemitteilung:

„Wir bedauern den Vorfall sehr“ – so Rainer Kattinger, Vorstandssprecher der Bank. Um den Fall beizulegen, werde die Bitte um Erstattung der Reinigungskosten zurückgezogen.

Das nenne ich eine saubere Lösung. Nur wer zieht nun die negative Berichterstattung über den Vorfall zurück?

Quellen:
Videoüberwachung: Stuttgarter Volksbank sucht gütliche Einigung im „Haufen-Streit“
(heise online, vom 6.2.2008)
Datenschützer nehmen Geldinstitut ins Visier
(Stuttgarter Nachrichten, vom 5.2.2008)
Mit Videoüberwachung nach Kundin gefahndet
(Stuttgarter Zeitung, vom 4.2.2008)
Bank sucht per Videoüberwachung nach Kundin
(SWR.de, vom 4.2.2008)

via
RA-BLOG

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Uri Geller – Der Präsidentenflüsterer

Ein sehr interessantes Interview mit Uri Geller gibt es auf Telepolis.
Neben seiner Tätigkeit für die CIA erzählt dort Geller auch von seinen angeblichen Einflüssen auf Präsidenten, wie er in Mexico Öl fand und er äußert sich zu seinem neuen Buch „Ella“.

Kurzer Auszug:

So Carter(*) was standing, I went to Carter, and I took his hand like this, and I held it, and he said, „Oh, Uri Geller you are the guy who can find oil. Can you find oil for us?“ And I said, „Yes, maybe.“ Then I looked into his eyes, and still holding his hand, I was sending him a message, „Invest eight million Dollars in psychical research.“ I really believed that I could do it. I bombarded him. After that, he became the President, and he gave the money. This is a true story.

Link zur englischen Version des Interviews.

Link zur deutschen Version des Interviews.

(*) Jimmy Carter,
39. US-Präsident von 1977 – 1981

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Browser-Bookmarks endlich überall sync

Ging es euch auch schon einmall so ? Ihr findet eine interessante Website mit wichtigen Informationen und bookmarked diese gleich in eurem Firefox unter einer passenden Kategorie, um im Fall der Fälle schnell wieder auf die gewünschte Information zugreifen zu können.
Einige Zeit später braucht ihr genau diese Information wieder, nur dummerweise habt ihr die Seite damals auf eurem Laptop gebookmarked und gerade eben sitzt ihr am Desktop. Dumm gelaufen was ?
Aber es gibt ein kleines aber feines Tool, mit dem ihr all eure Firefox-Instanzen auf dem gleichen Bookmark-Stand halten könnt – Foxmarks.

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Marke Flocke

Seit Anfang der Woche trudeln die ersten Markenanmeldungen auf den Namen „Flocke“ ein:

Marke Flocke

Neben alten Verdächtigen noch aus Zeiten von Knut tummeln sich auch einige neue Gesichter unter den Interessenten: Kräuterbonbonhersteller, Tierfutterhersteller, Designer usw.
Irgendwie vermisse ich noch den Nürnberger Zoo. Vielleicht verbirgt er sich aber auch hinter einer der Anmeldungen, die (bisher?) nur auf Rechtsanwaltskanzleien laufen.

Und sie alle hatten den richtigen Riecher, denn sämtliche bisherigen Anmeldungen erfolgten vor der offiziellen Bekanntgabe des Namens „Flocke“, welche erst am 18.1. stattfand.

Alle Anmeldungen werden wohl keinen Erfolg haben. Zu ähnlich sind die Markentexte auf gleichen Klassen.
Doch dann wird Flocke schon um einiges gewachsen sein und mit einer Flocke nicht mehr viel gemeinsam haben.

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Papa 2.0

Mein Vater hat seit einigen Monaten Internet.
Laaaaaaange habe ich auf meinen alten Herrn einreden müssen, sich doch mal DSL anzuschaffen und sich dem Netz aller Netze zu nähern.

Das hat nun natürlich klare Vorteile für mich: Schluss mit „Schau doch mal da nach“ oder „Ich habe im Fernsehen irgendwo was über Dies und Jenes gesehen, kannst du mir das nicht mal ausdrucken“ usw. usf.
Wer mal versucht hat, diverse Internetseiten auszudrucken, weiß wie das zum einen ins Geld und auch an die Nerven gehen kann. Und es kostet Zeit. Und wozu? Am Ende landet der Ausdruck dann meist doch im Müll.
Mein Dad gehört eben noch zu der Haptik-Generation. Er muss alles ausgedruckt in den Händen halten und durchlesen können.
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Spruch des Tages kommt aus Helsinki

NOKIA-Unternehmenssprecherin Arja Suominen nennt die Zahlen, wonach das Bochumer Werk 2007 einen Betriebsgewinn von 134 Millionen EUR erwirtschaftet haben soll, als irreführend:

„Sollten es wirklich die Zahlen aus dem Geschäftsbericht der deutschen Nokia GmbH sein, geht es dabei nur um die Gewinnberechnung für steuerliche Zwecke.“

Was so viel heißen mag, dass der wirkliche Gewinn noch höher ausgefallen sein dürfte.

Quelle:
Nokia nennt Angaben über hohe Gewinne in Bochum „irreführend“
(heise online, vom 31.01.2008)

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Ich Link Dich! (02/2008)

Wenn der Richter wichtig nickt
(lawblog vom 29.1.2008)
Ja wie, das Internet liegt gar nicht bei den Leuten zu hause auf deren Privatrechnern? Ja wo isses denn?

Fernsehkritik-TV – Folge 9
(fernsehkritik.tv vom 28.1.2008)
Dieses mal über die Uri Geller Show, dem Dschungelkamp, über Tier-Telepathen und und und.

Wie Uri Geller den Dritten Weltkrieg verhinderte
(TELEPOLIS vom 2.4.2007)
Nichts tut mehr weh als die Wahrheit, nicht wahr Herr Geller?

Wie Epson seine Drucker einfach abschaltet
(heise vom 11.1.2008)
Wir haben es schon immer geahnt – hier ist der Beweis: Drucker zählen die Ausdrucke mit und schalten sich nach einer bestimmten Anzahl von Ausdrucken einfach ab.

Tintendrucker: Fremdtinte, Tools und Tricks
(tom’s hardware vom 15.1.2008)
Ein paar Tips von den Jungs (und Mädels) von der Seite mit dem Deppenapostroph zum Thema „Geld sparen beim Ausdrucken“

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Wahl in Hessen: „habe ich mehrfach erlebt, wie die helfer in die Kabine rennen und dann mitwählen“

In Hessen war heute Wahl und was in der ganzen Debatte um den braunen Sumpf um Roland Koch etwas in den Hintergrund gedrängt wurde: Es kamen Wahlcomputer zum Einsatz.
Der CCC hatte noch kurz vor der Wahl versucht, den Einsatz von Wahlcomputern per einstweilige Anordnung zu unterbinden. Jedoch wurde der Antrag abgewiesen.

Augenzeugenberichte
Einige Mutige haben sich aufgemacht, um als Wahlbeobachter nach dem Rechten zu sehen. Wie sie behandelt wurden und vor allem was sie erlebt haben, lässt einen mehr als nachdenklich werden.
Ein paar Auszüge aus den Beobachtungen:

“In einem weiteren Wahllokal stellte sich herraus, das der Wahlcomputer aus praktischen Gruenden bei einem Parteifunktionaer zu Hause uebernachtet hat.”

oder wenn ältere Menschen ihre Probleme mit der Technik hatten, gab es recht kreative Lösungen

„im Wahlbüro 10 und 9 habe ich mehrfach erlebt, wie die helfer in die Kabine rennen und dann mitwählen“

Was man sich gefallen lassen muss, wenn man die Wahl beobachten will, wird auch geschildert:

„Uns wurde mit Platzverweis,
Festnahme und Anzeige wegen Wahlbehinderung gedroht. Unsere
Personalien wurden aufgenommen.“

Doch damit nicht genug.

„Daraufhin haben wir Obertshausen verlassen. Er [Der Beamte des Ordnungsamts, Anm. der Redaktion] verfolgte uns weiter
über drei Orte bis zur Ausfahrt Rodgau, Babenhausen, Kilometer 99 auf
der B45 Richtung Eppertshausen.“

Was sagt das Gesetz dazu?
Das Volk hat das Recht, eine Wahl zu beobachten. Dies ist in den einzelnen Wahlgesetzen verankert.
In diesem Falle im § 29 des Gesetz über die Wahlen zum Landtag des Landes Hessen (LWG):

„Wahlhandlung und Ermittlung des Wahlergebnisses sind öffentlich.“

Nicht alle nutzten Wahlcomputer
Einige Gemeinden hatten sich gegen den Einsatz von Wahlcomputern ausgesprochen. Der CCC fasst deren Erfahrungen zusammen:

„In der Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Wahlcomputern zeigt sich, dass sie nicht nur kein Personal einsparen, sondern ein Mehr an Kosten und Zeit für die Gemeinden bedeuten, der unbemerkten Manipulation des Ergebnisses Vorschub leisten sowie Senioren erhebliche Probleme bereiten.“

Quellen:
„Hey Obertshausen,“
(Blog von Holger Klein bei HR Online, vom 27.01.2008)
„CCC beobachtet Einsatz von Wahlcomputern in Hessen“
(heise online, vom 27.01.2008)
„Eine kleine Demokratur in Westeuropa…“
(Blog von Frank Rieger (CCC), vom 27.01.2008)
„Schwerwiegende Wahlcomputer-Probleme bei der Hessenwahl – Wahleinsprüche und Nachwahlen erwartet“
(Pressemitteilung des CCC, vom 27.01.2008)

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„Saufen bis die Schwester kommt“

So umwirbt der Veranstalter JAM eine Party, die morgen in Gengenbach stattfinden soll.

Auf dem dazugehörigen Plakat, welches die Überschrift „Krankenhausparty“ ziert, ist eine leicht bekleidete Krankenschwester mit einer Spritze in der Hand abgebildet.

Auf SWR3 äußert sich der Veranstalter, dass mit diesem Slogan nicht das berüchtigte Komasaufen gemeint sei.

Das Komasaufen ist letztes Jahr in die Diskussion geraten, als sich ein 16 Jähriger mit einer Unmenge an Tequilla in den Tod gesoffen hatte.

(via SWR3)

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