Lotto- und Gewinnspieltrauma

Die Meldung bei Spiegel Online über die Klage einer enttäuschten Lotto-Nicht-Gewinnerin, erinnert mich an ein wiederkehrendes „Gewinnspiel“ bei einem privaten Radiosender.

Im Rahmen dieses „Gewinnspiels“ wird einmal am Tag automatisch irgend eine Rufnummern angewählt. Hinter der Rufnummer kann sich eine Privatperson oder auch eine Firma verbergen.
Eine Möglichkeit, sich diesem Gewinnspiel bewusst zu entziehen, gibt es nicht.

Wenn die angerufene Person sich mit „Hallo“ und dem Namen des Radiosenders meldet, hat die Person 10.000 EUR gewonnen.
Meldet sich die Person nicht auf diese Weise, wird ihr ein „Verliererton“ und viele Stimmen die enttäuscht „Ohhhhhh“ sagen eingespielt. Dann wird die Person vorwurfsvoll gefragt „Warum hast du dich denn nicht mit „Hallo [RADIOSENDER]“ „ gemeldet oder ähnliches.

Die angerufene Person ist meist hörbar enttäuscht und macht sich Vorwürfe. Dann wird das Telefonat vom Radiosender unterbrochen.

Mir sind solche Gewinnspiele recht zuwider. Erst recht, seit dieser Radiosender die 15 jährige Nichte eines Bekannten im Rahmen dieses Gewinnspiels angerufen hat.
Die Nichte meldete sich nicht wie gewünscht und gewann daher nicht die 10.000 EUR.
Nachdem der Radiosender aufgelegt hatte, brach das Mädchen weinend zusammen und war über Stunden nicht mehr zu beruhigen.

Seit dem schalte ich diesen Radiosender nicht mehr ein.

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52 Seiten

Wenn in einem Handbuch zu einem technischen Gerät das Kapitel „Fehlersuche“ mit 52 Seiten das umfangreichste Kapitel ist, welche Gedanken kommen einem dann?

hm…

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Grimme Online Award 2007: Es geht noch peinlicher – Update 2

Wenn man denkt, die ganze Angelegenheit wäre nicht mehr an Peinlichkeit zu übertreffen, überraschen einen die Macher hinter dem Grimme Online Award 2007 immer wieder aufs Neue.

Nach der Panne mit der verfrühten Veröffentlichung der diesjährigen Preisträger, gibt es nun eine offizielle Pressemitteilung.

Über den wohl umstrittenen Publikumspreis heißt es:

„Der Publikumspreis geht im Jahr 2007 an die Website hausgemacht.tv, ein durch die Internet-Community gespeistes Video-Lexikon des Alltagswissens, das in detaillierten Videoinstallationen zeigt, wie die kleinen und großen Hürden des Alltags zu meistern sind und in dem auch Nutzer zu Experten werden können.“

Mit keiner Silbe geht die Mitteilung auf die gestrige Panne ein.
Man erinnere sich: Die Abstimmung über den Publikumspreis sollte offiziell noch bis zum 18. Juni gehen.
Doch am Spätabend des 18. Juni, also noch vor Ablauf der Abstimmungsfrist, wurde hausgemacht.tv schon als Gewinner des Publikumspreis auf der Seite von Grimme gefeiert.

Don hat in der Blogbar eine Vorschlag für eine (aus meiner Sicht) passenderen Pressemitteilung veröffentlicht.
Hätten sie doch bloß diese genommen.

Business as usual? Augen zu und durch?

Mein Gott, ist das Ganze peinlich!
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Gegen Raum und Zeit: Böse Panne beim Grimme Online Award 2007

Die Uhren beim Grimme Online Preis 2007 scheinen anders zu ticken als in der restlichen Welt.
Am 20. Juni sollen die Preisträger gekürt werden. Und schon am 18. Juni fanden sich die Preisträger des Grimme Online Preises 2007 auf deren Homepage gelistet.


(Bild anklicken zum Vergrößern!)

Aktuell ist die Liste mit den Gewinnern wieder offline – jedoch zu spät! Wir, und eine Menge anderer Blogs auch, haben die wichtigsten Daten gesichert: Weiterlesen

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Das Storchendrama von Stuttgart

Von der Partnerin verlassen. Die Kinder verloren. Aus der Heimat vertrieben.
Einsam zieht derzeit ein glückloser Storch seine Kreise über der Stadt Stuttgart.

Der Storch gehörte zu zwei wild lebenden Storchenpärchen, die ihr Zuhause im Stuttgarter Zoo gefunden hatten.
Doch als die Partnerin des Rivalen nicht mehr aus dem Winterurlaub zurück kam, spannte dieser dem Storch seine Partnerin aus, tötete seine Jungen und vertrieb ihn aus dem Zoo.

Nun kreist er einsam über der Stadt und lässt sich mal hier und mal da blicken.
Am 4. Juni legte er auch am Wilhelmsplatz eine Pause ein.

Storch

Interessant an der Stelle die Aussage von Günther Schleussner, Vogelexperte der Wilhelma, dem SWR gegenüber:

„Da es ein wild lebender Storch sei, müsse er aber nicht eingefangen werden. Erst wenn das Tier „unter einer Brücke schlafen“ müsse, bekomme er im Zoo eine zweite Chance.“

Wenn er nicht eingefangen werden sollte, frage ich mich, was die sieben Polizeibeamtinnen und -beamten, die zwei Herren des Ordnungsamts und die drei Herren der Wilhelma dann alle von dem Storch wollten?

Storch2

Da der Storch eine Fliege machte, als die Herren der Wilhelma eintrafen, werden wir es wohl nie erfahren.

Quellen:

„Trauernder Storch irrt über Stuttgart“ (morgenweb.de)

„Trauender Storch kreist über der Stadt“ (swr.de vom 8.6.2007)

„Trauer – Wilhelma-Storch irrt umher“ (Stuttgarter Zeitung vom 8.6.2007)

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Schlammschlacht wegen Adical

Es ist mal wieder eine neue heiße Diskussion um Adical, der „Plattform für Werbung, auf Blogs“, entbrannt.
Und mal wieder geht es um einen Werbepartner, für den wohl nicht jeder Blogger, der nicht dem Adical Netzwerk angehört, Werbung auf seinem Blog machen würde.
War es damals noch Cisco und dessen wenig rühmliche Rolle was die Internetzensur in China angeht, wird dank Adical nun für Yahoo auf den Adical-Blogs geworben.
Das wäre nun das zweite Unternehmen was in nicht all zu ferner Vergangenheit mit der Zensur in China in Verbindung gebracht wurde und nun Werbepartner von Adical ist.
War es bei Cisco noch der Vorwurf

“Ohne Cisco wäre China nicht in der Lage, das Internet so zu kontrollieren, wie es heute geschieht.”

heißt es über Yahoo, dass von diesem Unternehmen

„Daten von Mailkunden an chinesische Behörden herausgegeben wurden.“

Einige Blogs, wie F!XMBR oder Don an der Blogbar haben Adical für diese Auswahl der Werbekunden hart kritisiert. Chris vom F!XMBR sprach gar von Blutbloggern.

Statement auf Spreeblick
Nun scheint Johnny von Spreeblick, einer der Köpfe hinter Adical, der Kragen geplatzt zu sein. Weiterlesen

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Was man tunlichst nie nicht vermeiden sollte

Wenn man eine kleine oder mittelgroße Dummheit ins Netz stellt, sei es eine abwegige Textpassage oder ein verwirrendes Bildchen, und diese Dummheit nun diverse Blogs entdecken und sich dann darüber aufregen lustig machen schreiben, gibt es mehrere Möglichkeiten zu reagieren:

Möglichkeit 1: Man nimmt die Dummheit kommentarlos vom Netz.
Gute Idee. Es werden evtl. noch einige Updates bei den Blogs erscheinen, die darüber geschrieben haben. Aber danach kehrt Ruhe ein.

Möglichkeit 2: Man nimmt die Dummheit vom Netz und äußert sich kurz dazu.
Kann gut sein, kann aber auch in die Hose gehen. Das hängt von dem eigenen Kommentar zu dem Thema ab.

Möglichkeit 3: Man reagiert gar nicht.
Das ist ein Fehler. Wenn man Pech hat, zieht sich die Story von Blog zu Blog und das Thema wird aufgeheizt und immer mehr Blogs berichten darüber. Man wird quasi mit Matsch und ollen Tomaten beworfen und das bleibt dank diverser Suchmaschinen eine ganze zeitlang an einem gut sichtbar hängen.

Möglichkeit 4: Man nimmt die Dummheit vom Netz, beteiligt sich rege in Form von Kommentaren bei den Blogs die über die Dummheit berichtet haben, greift die Blogbetreiber auf deren eigenem Territorium an, merkt dass man da nur verlieren kann und stellt daher am Ende gar eine Prangerseite ins Netz, auf der man die pösen pösen Blogger listet.
Ganz ganz großer Fehler. So schnell kann keine Sau rennen, wie sie dann durchs Bloggerdorf getrieben wird.

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Bitte keine Stöckchen zuwerfen!

Als wir unser erstes Stöckchen von Christian in Wien zugeworfen bekamen, fanden wir das noch lustig.

Waren solche Stöckchen anfangs noch mit Fragen versehen, die man ohne Bedenken öffentlich beantworten konnte, wurden die Stöckenfragen immer persönlicher.
Und zu gar zu persönliche Angaben in diesem Weblog hat sich C.J. ja schon einmal geäußert.

Einige gar missbrauchen die Idee des Stöckchens auch dazu, möglichst viele Besucher oder gar Links und Trackbacks auf ihre Blogs zu bekommen.
Zumindest kann man diesen Eindruck gewinnen, wenn man über Blogzählaktionen liest, wie das Blog Sajonara sie gerade abzieht.

Da hilft es auch nichts, wenn man in Form von Updates beteuert, dass so eine Blogzählung

„[…] keine Werbeidee ist […]“

Tja, das würden wir vielleicht noch glauben, wenn das Blog nicht mit Werbung gespickt wäre oder man z.B. in dem einen oder anderen Beitrag über nicht als Werbung gekennzeichnete Amazon-Partnerlinks stolpern würde.

@Christian in Wien:
Sorry, das letzte Stöckchen werden wir aus obigem Grund nicht beantworten.
Das erste Stöckchen von Dir beantworten wir noch. Versprochen!
Jetzt hast Du es ja auch schriftlich.

Und an alle Stöckchenwerfer:
Bitte verschont uns zukünftig mit Stöckchen jeglicher Art.

Danke

A.J. & C.J.

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Um bis zu 20 Cent …

… je Liter sollen die Benzinpreise in den kommenden Tagen noch steigen.

Und dennoch soll es noch Menschen geben, die sich just ein Auto mit einem Verbrauch von über 15 Litern auf 100 km angeschafft haben.

Nun gut, wenn sie einen gut bezahlten Job haben um den Sprit für die Karre zu bezahlen …

Bleibt zwar noch das Problem mit dem hohen CO2 Ausstoß – aber das scheint bisher nicht wirklich bis zu jedem vorgedrungen zu sein.

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Marketingkampagnen und Linknutten

Die Marketingkampagne
Nehmen wir einmal an, man vertreibe Schmuck, Uhren und Accessoires wie X andere Geschäfte auch. Wie andere x-beliebige Shops auch hätte man auch hier die Möglichkeit, in Online-Shops einzukaufen.
Also habe man einen Online-Shop unter Tausenden.

Nun stelle man sich die Frage, wie wird man Online am schnellsten und billigsten bekannt?
Anzeigekampagnen kosten Geld. Printmedien sind von ihrer Online-Reichweite begrenzt. Onlinewerbung wirkt nur langsam und wäre nur eine von vielen.

Nehmen wir auch mal an, man hätte erst kürzlich von einer Aufkleberaktion für Blogger gehört. Da gab es viel Aufregung. Viele Blogs haben darüber geschrieben, einige haben sich verkauft, andere haben die Vorgehensweise verurteilt.
Egal wie – der Shop, der damals diese Idee hatte, wurde zumindest kurzfristig bekannt.

Nehmen wir mal an, man plane etwas ähnliches. Man schreibe 620 Blogger an. Damit es nicht nach Spam aussieht, mache man das ganz klassisch per Postkarte. Postkarten bleiben auch in keinem Spamfilter hängen. Man verspreche jedem Blogger ein T-Shirt, wenn dieser über diese Aktion etwas in seinem Blog schreibt.

Nun kann es drei Reaktionen geben: Weiterlesen

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